Die Ratssitzung im Monat März eröffnetet der OB am 09.03.2026 pünktlich um 18.30 Uhr.Von 26 Stadträten waren 23 anwesend, sodass eine Beschlussfähigkeit bestand.
Wie immer fand nach der Begrüßung die Bürgerfragestunde statt. Dies nutzen auch zwei Bürger. Ein Einwohner aus Kändler, erkundigte sich, ob es mittlerweile eine Förderkulisse für das Vereinsgebäude in Kändler gibt. Warum wird die Großsporthalle um Vereinsräume erweitert? Warum ist dies im Ortsteil Kändler nicht möglich? Das Problem besteht tatsächlich aus folgendem Grund: Die Großsporthalle liegt im EFRE Fördergebiet und wird damit mit 75 % gefördert. Das Gebiet in dem die Turnhalle von Kändler steht, aber leider nicht. Bei der angespannten finanziellen Lage der Stadt, so erläuterte der OB, ist derzeit ein Neubau nur aus Eigenmitteln nicht realisierbar. Die Verwaltung gebe aber ihr Bestes, um in Zukunft eine Fördermittelkulisse für das Vereinsheim Kändler zu finden, damit der eigentliche Plan zukünftig auch in die Tat umgesetzt werden kann.
Der zweite Bürger ist stellvertretender Schulleiter einer Oberschule in unserer Stadt. Er warb um Unterstützung seitens der Verwaltung für die Abschlussschüler in Vorbereitung auf die Organisation der Abschlussfeiern, etwa in Form von ermäßigten Preisen (z.B. bei der Stadthalle) oder für den Wegfall von Standgebühren bei der Teilnahme an Festen oder Märkten. Die Ermäßigung für Veranstaltungsräume kann es nicht geben, da die FZLO ein eigenständiger Wirtschaftsbetrieb ist. Bei dem Erlass der Standgebühren stehe ich hinter dem Bürger und denke, da müssen zukünftig Rabatte oder ähnliches für unsere Jugend möglich sein.
In TOP 3 ging es um die Ergänzung der Besetzung des Jugendbeirates der Stadt Limbach-Oberfrohna. Es stellten sich zwei fünfzehnjährige Schüler vor und wurden einstimmig gewählt. Wir als Fraktion der Freien Wähler begrüßen das Engagement von Jugendlichen an der Entwicklung ihrer Heimatstadt mitzuarbeiten.
In TOP 4 ging es um die Erweiterung des Baubescrandschlusses und Nachbeauftragung von Planungsleistungen zur Erweiterung und zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der Großsporthalle. Dies ist nötig geworden, da bei der Öffnung von Bauteilen gravierende Mängel beim Bau vor ca. 30 Jahren festgestellt wurden. Diese Mängel sollten natürlich gleich mit beseitigt werden. Nach einer kurzen Diskussion stimmten dann auch 18 Räte zu und 6 stimmten dagegen. Ja, 560.000,00 Euro Mehrbedarf tut richtig weh, allerdings was passiert, wenn man diese nicht investiert und die Sporthalle geschlossen werden muss? Die Folgen wären: einige Schulen in unserer Stadt hätten keinen Sportunterricht mehr und auch einige Sportvereine ständen plötzlich ohne Halle da.
In TOP 5 ging es um die Vergabe der Tragswerksplanung für den Ersatz der inneren Holztreppenanlage (Torturm) für die Sanierung der Fassade am Witwenpalais sowie der Fluchttreppe aus dem 1. OG Gebäude 1B und der Sanierung des Torturmes im Schloss Wolkenburg. Dieser Vorlage stimmten dann ohne Diskussion alle Räte zu. Das Projekt Schloss Wolkenburg ist auch ein sehr teures Vorhaben. Leider entsteht bei uns der Eindruck, das einige Stadträte nach Ihren Interessen, mit verschiedenen Maßen bei Bauprojekten in unserer Stadt messen.
Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde nach Ausführungen unserer Kämmerin Frau Mokros und Frau Arnold (Mitarbeiterin der Rechnungsprüfung) der Jahresabschluss 2024 einstimmig beschlossen.
In Punkt 7 und 8 ging es um die Gewährung je eines Zuschusses gemäß der KU Richtlinie der Stadt L-O im Rahmen des Förderprogramms “Nachhaltig integrierte Stadtentwicklung EFRE 2021 bis 2027“ für zwei Unternehmer in unserer Stadt. Bei einem Unternehmer handelt es sich um den Betreiber eines Fitnessstudios und das zweite Unternehmerpaar bewirtschaftet ein italienisches Restaurant auf der Helenenstraße. Wir freuen uns über die Entscheidung von beiden, sich hier in unsere Stadt neu oder weiter niederzulassen. Viel Erfolg.
Für diese Zuschüsse gab es dann auch Einstimmigkeit bei den Stadträten.
Der TOP 9 behandelte einen Zuschuss an die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Oberfrohna-Rußdorf – Neugestaltung Abschiedsraum Rußdorf in Höhe von 46.000,00 Euro. Der Abschiedsraum im Ortsteil Rußdorf wird seit ca. 1949 genutzt und befindet sich seit längerem in einem baulich und gestalterisch unzureichenden Zustand. Der Raum ist als Nebengebäude an die Kirche angebaut und steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit für Trauerfeiern zur Verfügung. Aufgrund der beengten Raumverhältnisse, der unzureichenden Lichtverhältnisse und des insgesamt nicht mehr zeitgemäßen Erscheinungsbildes entspricht der Raum nicht mehr den Anforderungen an eine würdige Bestattungskultur. Auch hier stimmten alle Räte ohne Diskussion zu. Wir bedanken uns bei der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Oberfrohna-Rußdorf für Ihre Eigeninitiative und wünschen bei der Umsetzung viel Erfolg!
Als letztes gab es dann noch die gewohnte Fragerunde für die Stadträte. Uwe Müller (AFD) erkundigte sich nach einem Teil der Glasfaserausbaus im OT Kändler. Hier hat die Landkreisverwaltung einige Häuser bei dem Unternehmen des Glasfaserausbaus vergessen zu beauftragen. Diese Häuser wurden dementsprechend nicht an das Glasfasernetz angeschlossen. Dies ist sehr ärgerlich für die betreffenden Anwohner aber es wird schon nach einer guten Lösung für die Personengruppe gesucht.
Nach ca. einer Stunde schloss Gerd Härtig die Sitzung. Die nächste findet nach Ostern am 13.04.2026 statt.
