Die Maisitzung des Stadtrates von Limbach-Oberfrohna wurde vom OB am 04.05.2026 um 18.30 Uhr eröffnet. Von 26 Stadträten waren 22 anwesend, sodass eine Beschlussfähigkeit bestand.
Zu Beginn der Sitzung änderte der Oberbürgermeister die Tagesordnung. Der TOP 3 wurde von der Tagesordnung genommen, da es zu diesem Punkt noch Klärungsbedarf mit dem Ortschaftsrat Bräunsdorf gibt.
Die Bürgerfragestunde nutzte ein Einwohner aus Oberfrohna. Er hatte zum Bauvorhaben Oberer Gutsweg Anmerkungen bzgl. der Stärke der Abwasserrohre, die vom Abwasserzweckverband neu verlegt werden. Diese sind seiner Meinung nach zu überdimensional und deshalb auch teurer als die Größe die er für angemessen hält. Der OB bedankte sich für den Hinweis und versprach, diese Anfrage an die auftraggebende Firma den Abwasserzweckverband in Niederfrohna, weiter zu leiten und die Antwort dem Einwohner zukommen zu lassen.
Im nächsten TOP ging es um die Aufhebung und Neuvergabe von Planungsleistungen für die Sanierung der Kita Spatzennest, Hohensteiner Straße 65 in 09212 L-O. Trauriger Hintergrund ist hier, dass der Geschäftsführer des Unternehmens, welches nach dem Ausschreibungsverfahren gewonnen hat, leider schwer erkrankt ist und keine Aufträge mehr abarbeiten kann. Wir wünschen gute Besserung und alles Gute. Die Stadtverwaltung hat sich mit Absprache der Fördermittelgeber dafür entschieden, den Auftrag an den drittplatzierten Bieter zu vergeben. Dies spart Zeit und Kosten. Dazu gab es im April schon eine Eilentscheidung vom OB. Jetzt musste der Vorgang noch vom Stadtrat beschlossen werden. Es gab zu diesem Punkt auch keine Diskussion und die Abstimmung wurde einstimmig beschlossen.
In Punkt 3 wurde die Gewährung je eines Zuschusses gemäß der KU Richtlinie der Stadt L-O im Rahmen des Förderprogramms “Nachhaltig integrierte Stadtentwicklung EFRE 2021 bis 2027“ für die Tanzschule Christoph Böhm am Markt beschlossen. Herr Böhm plant seine Räume noch weiter auszubauen bzw. zukunftssicherer und moderner zu gestalten. Die Tanzschule hat sich hier in unserer Stadt schon perfekt etabliert, ist bei jung und alt beliebt und deshalb gab es auch keine Gegenstimmen oder Enthaltungen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg.
In TOP 4 wurde die Beauftragung eines Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2025 des Eigenbetriebes „Städtische Bäder Limbach-Oberfrohna“ einstimmig beschlossen. Dieser Punkt ist gängige Praxis für alle Eigenbetriebe der Stadt und steht immer wieder auf der Tagesordnung.
Ein Antrag der Rot-Rot-Grünen Fraktion im Stadtrat L-O zur Prüfung bezüglich der Sinnhaftigkeit der Gründung von eigenen Stadtwerken vor dem Hintergrund auslaufender Konzessionsverträge im Gas- und Stromsektor, war dann der nächste TOP auf der Tagesordnung. Dabei soll ergebnisoffen geprüft werden, ob es sich für die Stadt und die Einwohner rechnen würde wenn L-O als eine der größten Städte im LK Zwickau eigene Stadtwerke betreibt. Folgende Chancen könnten sich dabei für unsere Stadt ergeben:
- Gewinne würden in der Region bleiben und in kommunale Projekte zurückfließen, anstatt an große Konzerne zu gehen.
- Es könnte eine unabhängige lokale Versorgung mit Strom/Gas aufgebaut werden, was die Versorgungssicherheit erhöht und
- könnte das lokale Energieeffizienzpotential im Strombereich besser ausgeschöpft werden.
Unsere Fraktion unterstützt den Antrag, da wir auch Potential in der Prüfung sehen und der Meinung sind, dass wir für mehr im Stadtrat zuständig sind als über Schlaglöcher oder überfüllte Kleider- bzw. Glascontainer zu sprechen. Nach einiger Diskussion wurde dieser Tagesordnungspunkt mit 14 Ja-, 7 Nein-Stimmen sowie 2 Enthaltungen beschlossen. Es kann für unsere Stadt eine Chance sein, aber es kann auch als Schnapsidee enden. Wie schon beschrieben; die Prüfung ist ergebnisoffen.
Als letztes gab es dann noch die gewohnte Fragerunde für die Stadträte. Viele Fragen gab es in der Sitzung tatsächlich nicht. Dirk Eckhard (AFD) wollte wissen, ob die Verwaltung plant, die von der Bundesregierung beschlossene Prämie in Höhe von 1.000,00 Euro an die Mitarbeiter auszuzahlen. Da das Gesetz jetzt aber zum Glück vom Bundesrat gestoppt wurde, besteht von Seiten der Verwaltung hier kein Handlungsbedarf und man muss erst einmal abwarten. Aber ganz ehrlich, es wurde wieder einmal von der Regierung ein Gesetz beschlossen, die Zeche dafür sollten aber andere bezahlen. Die Idee von der Entlastung der Bürger finden wir prinzipiell natürlich sehr gut aber es sollte immer nach dem Motto gehandelt werden. „Wer bestellt, bezahlt.“ Dies ist aber leider seit Jahren nicht mehr der Fall und auch aus diesem Grund sind die Kommunen und Landkreise, vor allem bei uns in Sachsen in so großen finanziellen Schwierigkeiten.
Nach ca. einer halben Stunde schloss Gerd Härtig die Sitzung. Die nächste findet am Kindertag dem 01.06.2026 statt.
