Zehn Jahre „Freie Wähler Limbach-Oberfrohna e.V.“

Der Verein „Freie Wähler Limbach-Oberfrohna“ hat jetzt seine Gründung vor zehn Jahren gefeiert. Am 12. Juni 2013 hatten Jesko Vogel und sechs weiteren Personen den Verein gegründet. Dies nahmen die Mitglieder zum Anlass, eine Jubiläumsfeier im Rahmen eines Sommerfests durchzuführen. Der Verein hat aktuell 65 Mitglieder aus allen Altersklassen und allen Schichten der Gesellschaft.

Seit 2014 sind die „Freien Wähler“ eine feste Größe in der Kommunalpolitik von Limbach-Oberfrohna. Der verstorbene Oberbürgermeister Jesko Vogel war von Juni 2015 bis September 2021 Stadtoberhaupt von Limbach-Oberfrohna. Auf ihn folgt seit Januar 2022 Gerd Härtig, der von 2015 bis 2022 für die „Freien Wähler“ als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat saß.

Zurzeit sitzen drei Frauen und sieben Männer im Stadtrat von Limbach-Oberfrohna. „Seit unserer Gründung hat sich das Stadtbild deutlich verbessert“, resümiert Kati Vogel, die Vorsitzende des Vereins. „Die Stadtpolitik ist für unsere Einwohner offener geworden und mehr Bürgernähe in unsere Stadt eingezogen. Durch die Energiekrise und den Krieg in der Ukraine steht Limbach-Oberfrohna wieder vor großen Herausforderungen, der die Verwaltung wieder gewachsen sein wird“, ist sich Kati Vogel sicher.

Bericht aus der Mitgliederversammlung vom 29.04.2022

Die Freien Wähler Limbach-Oberfrohna e.V. haben in ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vereinsvorstand gewählt.

Der Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:

Vorsitzende

  • Kati Vogel

Stellvertreterinnen der Vorsitzenden

  • Sabine Bräunlich   
  • Yvette Kunze

Beisitzer

  • Cliff Becher
  • Gerd Härtig
  • Sebastian „Whopper“ Schreier
  • Tommy Wetzel

Wir gratulieren den Gewählten sehr herzlich und wünschen alles Gute sowie weiterhin viel Erfolg.

Den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Jörg Loos und Daniel Polster danken wir sehr für ihre jahrelange Vorstandstätigkeit und freuen uns, dass sie uns im Verein erhalten bleiben und wir weiterhin jederzeit auf ihre Unterstützung zählen können.

Kati Vogel folgt in ihrer Funktion auf unseren im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsvorsitzenden, Oberbürgermeister und Freund Herrn Dr. Jesko Vogel. Sie hat die Vereinsarbeit von Anfang an mitgeprägt, unterstützt und sich jederzeit aktiv eingesetzt. Sie gehört, ebenso wie Sabine Bräunlich und Yvette Kunze, zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereins im Jahr 2013.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass Kati Vogel den Vereinsvorsitz übernommen hat und damit zum einen die Arbeit ihres Mannes fortsetzt und sich zum anderen auch zukünftig und mit ihren eigenen Ideen sowie Vorstellungen in unserem Verein einbringt.

https://www.freiepresse.de/chemnitz/freie-waehler-mit-neuer-fuehrung-artikel12150281

Gerd Härtig als OB-Kandidat nominiert

Am 12. November haben die Mitglieder des Vereins „Freie Wähler Limbach-Oberfrohna e.V.“ den Stadtrat Gerd Härtig als Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters von Limbach-Oberfrohna nominiert. Seit 2014 sitzt Härtig für die „Freien Wähler“ im Stadtrat und ist seit 2015 deren Fraktionsvorsitzender. Seit mehr als zwei Jahren vertritt er als erster ehrenamtlicher Vertreter den Oberbürgermeister und steht an der Spitze des Aufsichtsrates der Gebäudegesellschaft Limbach-Oberfrohna.

Gerd Härtig zu seiner Kandidatur:

„Es wäre mir eine große Ehre, die Arbeit von Dr. Jesko Vogel im Namen der von ihm gegründeten „Freien Wähler“ fortsetzen zu dürfen. Ich möchte dafür Sorge tragen, dass die Werte Überparteilichkeit, Transparenz und Bürgernähe weiter fest in dieser Stadt etabliert bleiben.“

Der Vorsitzende des Vereins „Freie Wähler Limbach-Oberfrohna e.V.“ Jörg Loos zur Wahl:

„Wir stehen als Team voll und ganz hinter unserem Kandidaten. Wir sind uns sicher, in Gerd Härtig den Richtigen für dieses Amt gefunden zu haben.“

Gerd Härtig, der im Ortsteil Oberfrohna wohnt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist 52 Jahre alt und Dipl.-Ing. für Elektrotechnik.

Anmerkung der Redaktion: die OB-Wahl findet am 06.02.2022 statt.

Der Stadtrat 10-18

Hochwasserschutz auf der Zielgeraden

Gut 5 Jahre nach dem Hochwasser von 2013 sind die Schäden noch nicht zu 100% behoben, aber die Maßnahmen befinden sich sozusagen auf der Zielgeraden. Mit einer der schwierigsten Maßnahmen beschäftigte sich am Montag der Stadtrat Limbach-Oberfrohna. Konkret geht es um den Pleißenbach im Ortsteil Pleißa zwischen dem Durchlass „Zum Lindenhof“ und „Höhe Klausstraße“. Hier sollte der Bach im Sinne des präventiven Hochwasserschutzes ggü. seinem derzeitigen Lauf verlegt werden. Es wurde vor Jahren eine Vorzugsvariante entworfen, die jedoch an dem Widerstand der betroffenen Eigentümer scheiterte. Es wurde danach eine Alternativvariante erarbeitet. Diese wurde von der betroffenen Erbengemeinschaft (immerhin 37 Personen) bewilligt, so dass die Planungen und die Umsetzung der Maßnahme nunmehr beginnen können. Eile sei geboten, läuft doch das Förderprogramm bzgl. Hochwasserschutz demnächst aus.

Eine weitere Maßnahme zum Hochwasserschutz wurde durch den Stadtrat beschlossen. Oberhalb des neu gestalteten Knaumühlenteiches soll ein Durchlass neu errichtet werden. Dieser ist stark beschädigt und würde im Ernstfall ein Nadelöhr darstellen.

Im weitesten Sinne mit Wasser haben auch die vielen Brücken zu tun, die in der Verantwortung der Stadt liegen und deren Zustand mehr als bedenklich ist. So hat der Stadtrat die Planungen für zwei Ersatzneubauten im Ortsteil Kaufungen auf den Weg gebracht. In seinen Ausführungen betonte OB Dr. Vogel nochmals die Notwendigkeit, für die Erhaltung der Infrastruktur Fördermittel aus dem Landeshaushalt zu erhalten und gab dies den beiden im Stadtrat vertretenen Landtagsabgeordneten mit auf dem Weg nach Dresden.

Sind Stadträte überbezahlt?

Zuerst einmal darf festgestellt werden: Die Tätigkeit als Stadtrat ist eine ehrenamtliche Tätigkeit! Für die Aufwendungen, die so ein Amt mit sich bringt, existiert eine Entschädigungssatzung, die am Montag durch den Stadtrat angepasst wurde. Dafür gibt es auch gute Gründe: zum einen sollte nach der letzten Anpassung 2001 dem gestiegenen Verbraucherindex Rechnung getragen werden, zum anderen werden aufgrund der Umstellung auf den elektronischen Sitzungsdienst zusätzliche Aufwendung auf die Stadträte zukommen. Demgegenüber stehen auch Einsparungen in der Verwaltung. Und um das Ganze noch zu relativieren: Die geschätzten Mehrkosten von ca. 8.000 € verteilen sich auf über 30 betroffene Personen. Reich wird man als Stadtrat in Limbach-Oberfrohna also definitiv nicht!

Schulden werden getilgt

Es wäre durchaus üblich, dass ein Kredit nach Ablauf der Zinsbindung in ein neues Kreditverhältnis überführt wird. Die Zinsen für Kredite sind ja günstig, leider trifft das auch für die Guthabenzinsen zu. Aufgrund der sich nun mittlerweile herausgestellten positiven Finanzsituation hat der Stadtrat beschlossen, einen Kredit in Höhe von ca. 1 Mio. € nicht zu verlängern, sondern sofort aus Barmitteln zu tilgen.

Uns Freien Wählern liegt viel daran, dass die Stadt Limbach-Oberfrohna eine solide Finanzpolitik umsetzt, die auf Nachhaltigkeit und Sicherheit auch für kommende Generationen setzt. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass die Stadt Limbach-Oberfrohna in wenigen Jahren komplett schuldenfrei sein wird.

Weitere Etappe zur Erweiterung des Gewerbegebietes Süd bewältigt

Die geplante Erweiterung des Gewebegebietes Süd hat eine weitere Hürde genommen. Der Stadtrat beschloss einstimmig die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Somit kann der Prozess bis zur Realisierung (wahrscheinlich im Jahr 2020) weiter beschritten werden.

Kein Glyphosat in Limbach-Oberfrohna

Auf Antrag der Fraktion „Die Linke. / Grüne“ beschäftigte sich der Stadtrat zum Schluss mit dem Verzicht auf den Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden. Was nach einer schnellen Entscheidung anmutete, wurde zur Geduldsprobe. Grundsätzlich waren sich alle Stadträte einig, dass ab 2019 die Stadtverwaltung selbst auf Glyphosat verzichtet und alles in Ihrer Macht stehende unternimmt, damit auch Eigenbetriebe, Subunternehmen, in Limbach-Oberfrohna ansässige Firmen und hier wohnende Privatpersonen auf dieses Gift verzichten mögen.

Üblicherweise werden inhaltliche Details in den entsprechenden Ausschüssen vorberaten und nicht im Stadtrat. Nicht so in diesem Fall: Auf Antrag der CDU-Fraktion musste die Sitzung unterbrochen werden, um den eigentlichen Antrag noch zu verändern. Am Ende stimmten alle Stadträte für den Antrag und somit reiht sich die Stadt Limbach-Oberfrohna in die Reihe vieler Kommunen ein, die auch ohne gesetzliche Verpflichtung zukünftig auf Glyphosat verzichtet.

Aus unserer Sicht ein kleiner, aber wichtiger Schritt zum Umweltschutz.

Krankenstand Stadtverwaltung

Im Jahr 2011 – neuere Zahlen liegen nicht vor – waren die Mitarbeiter der Limbacher Stadtverwaltung durchschnittlich 23 Tage krank (Angaben der Verwaltung aus dem Jahr 2012 auf eine mündliche Anfrage hin). Das ist höher als bei einem durchschnittlichen sächsischen Arbeitnehmer. Über die Ursachen können wir nur spekulieren. Wir meinen aber, dass wir mit einem guten Führungsstil, einem motivierenden Arbeitsklima und einem umfassenden Gesundheitsmanagement den Krankenstand deutlich senken können. Eine gesunde Verwaltung zahlt sich für alle Bürger aus: Würde es uns gelingen, die Krankentage auf den sächsischen Durchschnitt zu senken, wären rund 500.000 Euro mehr Wertschöpfung pro Jahr möglich.

https://www.aokplus-online.de/zielgruppe/presse/pressearchiv/einzelansicht/artikel/sachsen-aok-plus-stellt-gesundheitsbericht-2011-vor.html

http://www.dak.de/dak/regionale_themen/Gesundheitsreport_2012-1315252.html

Einen weitere Einordnung ermöglicht ein Vergleich mit dem Krankenstand der Verwaltung im Freistaat Bayern, dem Sachsen ja so gerne nacheifert. Hier bewegt sich der Krankenstand der Verwaltung seit Jahren um die 10 Tage.