Die Jugendlichen reden zukünftig mit Im vergangenen Jahr beschloss der Stadtrat eine neue Satzung für die Stadt Limbach-Oberfrohna. Darin enthalten sind erstmalig auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, um den Jugendlichen unserer Stadt ein Mitspracherecht bei den fü sie relevanten Themen einzuräumen. Zur jüngsten Stadtratssitzung am Montag wurde hier nun ein weiterer Schritt vorgestellt. Der Oberbürgermeister erläuterte dem Gremium die bisherigen Aktivitäten der Stadt und der interessierten Jugendlichen. Die Mehrzahl von ihnen war auch anwesend und konnte sich den Mitgliedern des Stadtrates vorstellen. Das Ziel ist es, zur nächsten Sitzung im Mai diese Jugendlichen in einen Jugendbeirat zu wählen. Dieser soll dann sehr frühzeitig in die Planungen für relevante Projekte eingebunden werden. Der Vorsitzende oder sein Vertreter werden dann als „fachkundige Bürger“ an den Sitzungen des Kinder-, Jugend- und Sozialausschusses und/oder des Stadtrates teilnehmen. Wir beurteilen diese Entwicklung sehr positiv. Nur wenn wir auch den nächsten Generationen eine lebenswerte Heimat bieten, wird diese auch wieder in Limbach-Oberfrohna bleiben. Die Fluktuation junger Menschen möchten wir auch dadurch abmindern. Beschluss über weitere Investitionen Die Baustelle für den neuen Bauhof an der Burgstädter Straße ist nicht zu übersehen. Damit dieser auch für den Winterdienst gerüstet ist, stimmten die Stadträte für die Beschaffung zweier Salzsilos. Die Schule in Bräunsdorf wird nach der Erneuerung des Daches nun auch brandschutztechnisch überholt und auf den neuesten Stand gebracht. Das gilt natürlich auch für den im Gebäude befindlichen Hort. Und auch die Sanierung der Pestalozzi-Schule ist von außen durch das angebrachte Gerüst jetzt gut sichtbar. Im Inneren wird die Beleuchtung auf LED umgestellt. Neben besseren Lichtverhältnissen wird sich das auch auf den Stromverbrauch auswirken. Eine Einsparung von mindestens 50 Prozent wird erwartet. Flexible Oberschulen in Limbach-Oberfrohna Im Stadtgebiet von Limbach-Oberfrohna befinden sich drei staatliche Oberschulen, die in der Vergangenheit jeweils zweizügig waren. Dies war seitens der Landesregierung eine Voraussetzung – war sie nicht gegeben, stand eine Schulschließung an. Um dies im ländlichen Raum zu verhindern, wurde dieses Gesetz im vergangenen Jahr geändert, so dass nunmehr auch einzügige Oberschulen erlaubt sind. Die Stadtverwaltung hat darauf reagiert und dem Stadtrat empfohlen, zukünftig den drei Oberschulen die Möglichkeit einzuräumen, auch einzügig zu unterrichten. Für die Bürgerinnen und Bürger in Limbach-Oberfrohna ergeben sich dadurch noch weitere Vorteile. So kann die Verwaltung ab kommendem Schuljahr bereits auf die sehr unterschiedlichen Anmeldezahlen für die zu bildenden fünften Klassen reagieren. Für die Gerhart-Hauptmann-Oberschule sind so wenige Anmeldungen vorhanden, dass dort nur eine neue fünfte Klasse gebildet wird. Da in dem Gebäude auch die Grundschule mit derzeit zwei ersten Klassen untergebracht ist, entspannt sich dadurch auch die Raumsituation. Für die Pestalozzi-Oberschule liegen so viele Anmeldungen vor, dass dort drei fünfte Klassen gebildet werden. Räume sind dort genügend vorhanden. Bei der Geschwister-Scholl-Schule bleibt es bei zwei Klassen. Wir begrüßen die einstimmige Entscheidung des Stadtrates für diese Lösung sehr. In den kommenden Jahren kann die Verwaltung sehr flexibel auf die Bevölkerungsentwicklung, die Anmeldezahlen je Schule und die Substitution durch die neue Schule (Evangelischer Schulverein Limbach-Oberfrohna) reagieren und je nach Situation in den drei Schulen eine, zwei oder drei neue Klassen bilden.